Anderswo

Christ*innen wie ich können hier natürlich wieder nicht mithalten. (Gefunden auf Twitter unter dem Hashtag #Chanukkakitsch. Ich würde ja sagen, wenn ich richtig alt bin, möchte ich sein wie sie, aber mit einem Weihnachtsbaum ist das leider nicht so lässig.

Und alle Götter finden das gut.

Wie konnte Kabul so leicht eingenommen werden? Dieser Artikel versucht es zu erklären.

Herr Hauptschulblues kann auch Pandemiespaziergänge

Der sehr geschätzte Lebrijano („der aus Lebrija“) mit einer Bulería.

Pandemiespaziergang

Nicht im Bild: ein verrosteter Adventskranz aus Blech, den ich im Oktober bei meiner Mutter im Keller gefunden habe. Ich muss noch sehen, wie ich ihn geschickt in Szene setze, dann zeige ich vielleicht auch hier ein Foto.

Ebenfalls nicht im Bild, aber immer in meinen Gedanken: Afghanistan.

Mein Covid-Test, der dank Superspreaderevent nötig wurde, war negativ. Wie die Kollegin sagte, gibt es noch normale Erkältungen.

Aber nun die Bilder vom ersten Schnee an der Isar und im Rosengarten:

Anderswo

„Die Haut einer Melkerin“ ist ein Ausdruck, den ich als Kind diverse Male gehört habe. Gemeint war, soweit ich mich erinnere, rosigweiße Haut ohne einen Pickel oder Flecken. Man schrieb eine solche Haut den Bauernmägden zu, die sich irgendwann einmal mit Kuhpocken infiziert hatten und danach von den echten Pocken verschont blieben. Susanne Wosnitzka weiß mehr.

Die Pandemie bringt sie mit sich, die Online-Freunde.

Petra Cronenburg über den Umgang mit Pandemien.

Bellevue di Monaco.

23.11.2021

Anscheinend habe ich mich beim Superspreaderevent nicht infiziert. In der Zeit gibt es übrigens einen Online-Rechner zur Ansteckungsgefahr bei Veranstaltungen in Innenräumen. Demnach war die Gefahr nicht so groß, wie ich befürchtet hatte. Andererseits ist Wahrscheinlichkeit eben nur wahrscheinlich und nicht gesichert, und so hat sich ausgerechnet eine Kollegin, die sich nur mühsam von den Vorteilen einer Impfung überzeugen lassen wollte, angesteckt. Selbst Risikopatientin, unterstützt sie ihrerseits im Alltag eine gemeinsame Freundin, die wohl eine der wenigen ist, die sich tatsächlich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zum Glück hat sie von ihrer möglichen Infektion erfahren, bevor sie bei der Freundin eintraf, so dass diese wohl außer Gefahr ist.

Auf Twitter kam die Frage auf, wie eine Firma den Impfstatus der Belegschaft kontrollieren könnte. In dem Laden, an den ich meine besten Jahre verschwendet habe, wird der Impfstatus einmal überprüft und erst dann die Zugangskarte freigeschaltet. Die nicht Geimpften bekommen keine generelle Freischaltung und müssen einen negativen Test nachweisen um eingelassen zu werden. Man kann, wenn man wie ich im Home Office arbeitet, Impfnachweis und Betriebsausweis scannen und an die Personalabteilung senden, falls man wieder ins Büro muss oder will.

Die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, ist übrigens ein verdammtes Privileg. (Ja, ich fluche zurzeit viel, hier und anderswo.)

21.11.2021

Eigentlich wissen wir ja um die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen. Die meisten von uns haben als Kinder gelernt, dass Röteln, Masern u.ä. ansteckend sind und man nicht zu dem Freund spielen gehen darf, der mit Windpocken zu Hause liegt und sich fast zu Tode langweilt. Wir sind gegen Pocken geimpft. Wir haben vielleicht bei Verwandten auf dem Land Fälle von Schweinerotlauf miterlebt, sind gewarnt worden, dass die Übertragung von einem Betrieb auf den anderen schlimme Folgen haben kann und durften nicht bei anderen Bauern in den Stall. Wir haben in der Schule Berichte über Pestausbrüche in früheren Zeiten gelesen. Wir Lai*innen mögen nicht viele Einzelheiten über Viren wissen, wir sind aber mit dem Begriff „Ansteckungsgefahr“ vertraut. Warum hören wir nicht einfach auf die Leute, die sich mit Virologie auskennen? Ich würde mir von einem Virologen nicht in mein Fachgebiet hineinreden lassen, aber dafür bilde ich mir auch nicht ein, etwas über sein Fachgebiet besser zu wissen als er selbst. Es ist nun einmal in einer modernen Gesellschaft so eingerichtet, dass jeder Beruf Spezialkenntnisse erfordert. Wenn XYZ auf einem Gebiet ausgebildet wurde, studiert und geforscht hat, dann kann er sich immer noch irren, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich als Laiin irre, ist sehr viel größer. Also, hören Sie auf die Fachleute, wenn die Fachleute Impfungen empfehlen.

20.11.2021

Hatte ich nicht kürzlich von einem Superspreaderevent in der Firma erzählt? Am Freitag teilte Madame Chef mit, ein Kollege sei damals schon infiziert gewesen. Er habe sich bei seinem kleinen Sohn angesteckt, dieser wiederum bei seinem Freund, Sohn eines Arztes, der Corona leugnet und windige Atteste ausstellt. Symptome hatte der Kleine erst am Mittwoch, also einen Tag nach der Veranstaltung. Als Geimpfte ohne Symptome muss ich nicht in Quarantäne, bleibe aber freiwillig zu Hause und mache auf Anweisung des Betriebsarztes jeden Tag einen Selbsttest, bisher immer negativ. Ich hoffe das Beste für mich selbst und das werte Kollegium. Aber was muss sich ein Arzt und Coronaleugner, dessen Kind erkrankt, für Vorwürfe machen?

Nachtrag:

Etwas Positives gibt es zu vermelden: ich habe einen Termin für die Drittimpfung.

Anderswo

In der evangelischen Kirche ist unter den besonders Frommen oft eine gewisse Obsession mit dem Judentum zu beobachten. Schlimmstenfalls kommt so etwas dabei heraus.

Ebenfalls via Chaim Guski: über Rassismus.

Und noch einer: über einen türkisch-jüdischen Brauch.

Bei „mirkado“ denke ich natürlich an das wenig gebräuchliche spanische Verb „mercar“ (kaufen, abkaufen), das ich zum ersten Mal hier gehört habe.

Themawechsel: Frau Fundevogel hat wieder einmal eine Geschichte geschrieben, in die man sich hineinfallen lassen kann.

Herr Rau über (stochastische) Verantwortlichkeit.

Diese Woche gab es noch mehr Lesenswertes, aber Sie haben ja auch noch etwas anderes zu tun.

17.11.2021

„Wir werden mit Corona leben müssen“ hört man immer wieder. Möglicherweise, wahrscheinlich, aber was würde das heißen? Im Moment sieht es nicht danach aus, als könnten wir bald zu einem normalen Leben, wie wir es früher kannten, zurückkehren. „Mit Corona leben“ hieße dann wohl auf Dauer:

  • Maskenpflicht an vielen Orten
  • Abstandsregeln
  • Reise- und Kontaktbeschränkungen
  • Home Office
  • Home Schooling
  • regelmäßige Impfungen

Die Betonung liegt auf „auf Dauer“.

Mein Eindruck ist inzwischen, dass unsere Regierung absichtlich und sehenden Auges in die Katastrophe gerannt ist. Als hätte sie sich gedacht: So, jetzt lassen wir es einmal laufen, mal sehen, was passiert, wenn wir Einschränkungen aufheben, die Leute zum Karneval und sonst wohin gehen lassen… und dann sehen wir weiter. Leider geschieht dies auf Kosten zahlloser Erkrankter und auch Toter. Das ist gewissenlos.

Ich habe eine gewisse Resilienz entwickelt, die mir über den Tag hilft, aber mir fehlt die Energie für fast alles außer Alltagsdingen, Arbeit und bestenfalls zwei Stunden Tanztraining in der Woche (allein, ohne Anleitung, also coronakonform). Ich denke an meinen Tanzlehrer, der über die Jahre ein Freund geworden ist. Ich möchte ihm schreiben, aber „die gitanos lesen nicht“, und sie schreiben anscheinend noch weniger. Das ist ein Klischee, das lustigerweise auf ihn zutrifft.

16.11.2021

Superspreaderevent (Abteilungsbesprechung in Präsenz) in der Firma, auf Anordnung von oben. Hinterher wollte es dann keiner gewesen sein. Nun ja, wir waren alle geimpft und getestet, also hoffe ich, dass es keinen Ausbruch geben wird. In der Firma gilt 3G. Kontrolliert wurde nicht. (Insofern weiß ich natürlich nicht, ob wir alle wirklich geimpft und getestet waren.)

Zwei Kolleg*innen, die ebenfalls zu kämpfen haben, verbal unterstützt. Es sind bezeichnenderweise zwei, die hohe Ansprüche an sich stellen und sich mit Schlendrian und Geklüngel nicht abfinden wollen. Zwei Störfaktoren, wie es scheint.

Unhaltbare Versprechen der Abteilungsleitung. Nun ja.

Susi Südzucker beschwert sich, weil sie nicht ordentlich eingearbeitet wurde. Tja, ich habe es versucht.

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schreibend - lesend - durchs Leben stolpernd - aus Sturheit optimistisch - gerne am Abgrund taumelnd